Amarone

Amarone della Valpolicella – eine unvergessliche Liebesgeschichte

Amarone della Valpolicella – eine unvergessliche Liebesgeschichte

Amarone – nicht gerade ein schmeichelhafter Name für einen der beliebtesten Rotweine Italiens. Zum Glück ist er im Valpolicella bei Verona und nicht im deutschsprachigen Raum entstanden, sonst hätte er vielleicht «Oberbitterer» geheissen. Doch bitter ist manchmal sehr schön – das weiss man nirgends besser als in Verona, der Heimat von Romeo und Julia. Die besten Amarone halten das Gleichgewicht zwischen der lieblich-fruchtigen Note und dem starken Gerbstoff. It’s a bitter-sweet symphony – kein leichter Stoff, aber sehr intensiv und äusserst reizvoll – so wie eine grosse Liebesgeschichte.

Der Amarone ging aus dem Recioto, dem süssen roten Passitowein, hervor. Seine Entstehung kann man nach Belieben Zufall, Unfall oder Glücksfall nennen. Eine Legende spricht davon, dass ein Winzer ein Fass Süsswein im Keller vergass. Die Hefen machten mit dem unvergorenen Restzucker kurzen Prozess und überraschten den Winzer mit einem herben, gerbstoffreichen und trockenen Wein. Der Amarone war geboren – bis heute ist nicht geklärt, ob er nun als Bruder, Sohn oder gar uneheliches Kind des Recioto auf die Welt kam. Der «Fehler» erwies sich schon bald als Exportschlager. Und das ist er bis heute geblieben: die Welt ist verrückt nach dem intensiven Italiener. Die Herstellung eines Amarones ist nicht einfach: Die gutgereiften Trauben (Corvina, Corvinone, Rondinella) werden mehrere Monate auf Holzrosten oder Strohmatten getrocknet (Appassimento), dabei müssen sie immer wieder von Hand gewendet und richtig belüftet werden. Danach lagern sie mehrere Jahre in kleinen Holzfässern. Das aufwendige Verfahren erklärt den eher hohen Preis dieses Rotweins.

Amarone Weine

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