Roséwein

Rosé - der zarte Rote

 

Vor dem Millennium war der Rosé total «out» und galt als billig. Heute wird er als erfrischender und vielfältiger Wein gefeiert. Und meistens stimmt auch die Qualität.

 

Angefangen hat sein Siegeszug an der Cõte d’Azur. Die Reichen und Schönen zogen den Rosé vermehrt dem Champagner vor. Mit seiner Frische, dem eher tiefen Alkoholgehalt und der belebenden Säure ist er nämlich der perfekte Wein für unkomplizierte, fröhliche Sommerabende. Möglicherweise trugen auch Angelina Jolie und Brad Pitt mit ihrem Rosé Miraval dazu bei, dass das Getränk so populär und glamourös wurde. Doch letzten Endes liegt das Erfolgsrezept des Rosés ganz einfach darin, dass er als Speisebegleiter eine angenehme und erfrischende Abwechslung darstellt. Besonders zu Fisch, Poulet und Gemüse passen die rosaroten Weine fantastisch. Weltweit nahm der Konsum von Rosé in den letzten 15 Jahren um mehr als 30 % zu. Man darf also zu recht von einem Rosé-Trend sprechen.

Rosés werden aus dunklen Trauben gemacht. Das Keltern von Rosé ist im Prinzip ähnlich wie die Herstellung von Rotwein, nur dass die Gärung bei tieferen Temperaturen stattfindet und der Kontakt des Mosts mit den Schalen, welche die roten Farbstoffe enthalten, wesentlich kürzer ausfällt als beim Rotwein. Das Farbspektrum von Roséweinen kann je nach Kontaktdauer mit den Schalen variieren, es lässt sich aber ganz klar ein Trend zu blassrosarot festmachen. Übrigens musste die EU im Jahr 2009 nach Protesten einen Gesetzesvorschlag zurückziehen, der es erlaubt hätte, Roséwein durch einen einfachen Verschnitt von Rot- und Weisswein herzustellen. Die Weinbauernverbände wehrten sich aber heftig gegen diesen faulen Trick. Schliesslich ist Rosé nicht einfach ein Kompromiss zwischen rotem und weissem Wein, sondern eine Kunst für sich. Wir haben Ihnen eine Auswahl zusammengestellt von Weinen, die wir Flaschenpöstler besonders empfehlen können.

 

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