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No. 20

Forza Ricasoli

«Was mögen Sie lieber: Ein historisches Rennrad in der Toskana oder einen Oldtimer auf Kuba? Und was hat das jetzt mit Wein zu tun? Entdecken Sie zwei spannende Geschichten zu zwei spannenden Weinen, die uns in der Team-Degustation besonders begeistert haben. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen!»

Renzo Und Dominic@2x

Dominic Blaesi & Renzo Schweri

Gründer

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«Forza, Francesco!»

Die Ricasolis geben Gas in den Reben

Es ist Anfang Oktober. Das Castello di Brolio thront über den schlosseigenen Weinbergen. Baron Francesco Ricasoli fährt auf seinem Bianchi-Velo zu seinem Anwesen hinauf. Der weisse Schotter der «Strada Bianca» knistert unter seinen Reifen und er tritt ordentlich in die Pedale. Doch heute ist er nicht allein. Rund 3000 andere Wagemutige begleiten ihn. Denn es ist kein normaler Arbeitstag für den Schlossherrn und Winzer – Francesco ist an diesem Herbsttag Teilnehmer der «Eroica». Das berühmte Velorennen führt querfeldein durch die wunderschöne Landschaft der Toskana. Am Start: ausnahmslos historische Rennräder und Teilnehmer im Vintage-Look. 209 Kilometer gilt es zu meistern. Und wer es schafft, der erhält eine gehörige Portion Respekt und eine Flasche Brolio Bettino Chianti Classico aus dem Hause Ricasoli. Diesen Wein hat Francesco seinem Ururgrossvater gewidmet, dem Erfinder des Chianti Classico.

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«800 Jahre Ausdauer in 32 Generationen»

Castello di Brolio – das älteste Weingut Italiens

Die Familiengeschichte der Ricasolis ist wirklich beeindruckend: Seit 1141 produzieren sie Wein und sind somit das älteste Weingut Italiens. Aber noch beeindruckender ist, dass sie es trotz ihrer langen Geschichte schaffen, mit immer neuen Ideen zu überraschen. Seinerzeit hat dies Barone Bettino geschafft, indem er sich mit der Erfindung des Chianti Classico in den Olymp katapultiert hat und damit den Grundstein für die immerwährende Innovationskraft dieses Weinguts gelegt hat. Heute ist es Francesco, der Weine aus der Toskana neu belebt. Bester Beweis dafür ist der Bolgheri Rosso. Ein komplexer Rotwein mit bestem Preis-Leistungsverhältnis. Genau das, was wir lange gesucht und nun endlich gefunden haben. Ausdauer lohnt sich halt, das beweisen Francesco und die Ricasolis wie keine anderen: Wir ziehen den Hut vor 209 Kilometern auf dem Rennrad und 800 Jahren Weingeschichte. Complimenti!

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«Buena Vista Mendoza Club»

Argentinischer Genuss & kubanischer Lifestyle

Lateinamerikanische Rhythmen in der Luft, an jeder Ecke ein lachendes Gesicht und wohin der Blick auch schweift: unzählige bunte Oldtimer. Wer einmal in Kuba gewesen ist, weiss wie genussvolles Leben funktioniert. In den Kolonialstädten des karibischen Inselstaates wird das Leben zelebriert. Und dazu gehört auch stets eine gute Zigarre. Ein Genuss, der auch bei uns geliebt und gelebt wird. Einfach zurücklehnen, die Aromen schmecken und genussvoll die Zeit verstreichen lassen. «Genauso sollte man auch Wein trinken!», finden die Leute vom Mendoza Club. Deshalb haben sie diese entspannte Lebensart nun in Flaschen verpackt. Mit viel Gefühl werden so grandiose argentinische Malbecs mit kubanischer Lebensfreude vereint. Buena vista!

Drei Weine, drei Geschmäcker, drei Charaktere

Siglo, Robusto, Torpedo – der Mendoza Club hält für jeden Geschmack etwas bereit. Denn was für die Zigarrentypen gilt, das gilt auch für diese drei Weine. So ist die «Siglo» der Klassiker unter den Zigarren: klein und fein – wie sie auch Fidel Castro liebte. Als Wein einfach zu trinken und ein Malbec wie aus dem Bilderbuch. «Robusto» klingt zwar hart, raucht und trinkt sich aber elegant. Wir sind begeistert von den üppigen Aromen und seiner kräftigen Note. Und der «Torpedo» wird sie umhauen! Wie die gleichnamige Zigarre ist dieser Rote ein starker Charakter mit einem langen Abgang. Drei exzellente Rotweine, die Rhythmus unterm Korken haben und perfekt zu einer Zigarre passen. Wir haben diese Genuss-Garanten in einer Kiste verpackt – fast wie bei einem richtigen Zigarren-Schächteli. Fehlt also nur noch aromatischer Zigarrenduft.

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«99 von 99 Punkten für den Amaranta»

Diesem Wein gibt Luca Maroni die Höchstnote

Einheimische Traubensorten, eine brennende Liebe für die Heimat und die Vision, die Abruzzen unter den besten Weinregionen der Welt zu etablieren – das sind die Grundpfeiler für den grossen Erfolg von Antonio und Luigi Ulisse. Aber eigentlich müssen wir gar nicht weitererzählen, denn der Amaranta sagt nämlich alles: Dieser Montepulciano d'Abruzzo schmeckt unglaublich gut und wurde sogar vom Weinpapst Luca Maroni gesegnet – mit der Höchstpunktzahl! Wem das zu unglaubwürdig klingt, den können wir beruhigen: Das Bewertungssystem von Luca Maroni ist völlig transparent und rational. Satte 30 Jahre lang hat sich der berühmteste Weinkritiker Italiens mit der Frage beschäftigt, wie man einen Wein möglichst sachlich beurteilen kann. Maroni bewertet jeden Wein nach Konsistenz (Farbe, Aromen, Körper), Ausgewogenheit (Tannine, Säure, Süsse) und Integrität (Charakteristik der Rebsorte). Für jeden Aspekt gibt er maximal 33 Punkte – macht im besten Fall 99: «100 Punkte können nicht vergeben werden. Das wäre der perfekte Wein. Es besteht immer die Möglichkeit, einen noch besseren zu machen.» Alles klar.

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«Eine Quelle der Inspiration für Eleganz und Klasse»

Erfrischend. Fruchtig. Cava.

Cava, der «Champagner der Spanier» – noch immer schafft er es nicht ganz aus dem Schatten des grossen Bruders aus Frankreich herauszutreten. Dabei wird er nach den gleichen Standards hergestellt. Sprich: Er bekommt wie der Champagner eine zweite Gärung in der Flasche. Daher wollen wir passend zum anstehenden Jahreswechsel eine Lanze für den eleganten Schaumwein brechen. Und das fällt uns besonders leicht, da wir ein ganz ausserordentliches Exemplar für Sie in petto haben: den Cava Brut von Villa Conchi. Hinter diesem frischen, leichten Sprudler aus Spanien steckt Javier Ruiz de Galarreta. Bekannt wurde dieser mit seiner Idee, spanische Familienweingüter zusammenzuführen und so als starke Gemeinschaft ihre Spitzenweine auf der ganzen Welt zu vermarkten. Über 20 Jahre hat Javier nach den passenden Weinbergen in der katalonischen Region Penedès gesucht. Als er schliesslich fündig wurde, benannte er seinen «etwas anderen Cava» nach seiner verstorbenen Mutter Conchi. Der «Villa Conchi» ist ein von Herzen kommendes Dankeschön an die Frau, die für ihn eine Quelle der Inspiration für Eleganz und Klasse war und ist in unserem Sortiment mittlerweile der erfolgreichste Cava. Eine schöne Geschichte, ein grossartiger Schaumwein – zwei perfekte Zutaten für einen stilvollen Silvesterabend.

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