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No. 28

Die Kunst der Langsamkeit

«Einen Gang runterschalten. Innehalten. Mit allen Sinnen im Hier und Jetzt sein. Wer wünscht sich das nicht? Und gibt es einen besseren Moment als die Festtage, um sich in bewusstem Geniessen zu üben? In diesem Magazin stellen wir Ihnen die passenden Weine dazu vor. Wir wünschen Ihnen von Herzen eine schöne Zeit.»

Renzo Und Dominic@2x

Dominic Blaesi & Renzo Schweri

Gründer

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«Wenn du es eilig hast, trinke deinen Wein langsam.» – José Roquette

Herdade do Esporão inspiriert Geist und Sinne

Als José Roquette im Jahr 1973 das historische Landgut Herdade do Esporão erwarb, war der Betrieb eine einzige Ruine. Heute, fast 50 Jahre später, gehört es zu den führenden Weingütern Portugals. Das Erfolgsrezept von José Roquette? Langsamkeit. So dauerte es beispielsweise 12 Jahre, bis Esporão den ersten Wein auf den Markt brachte. «Erst machen wir es besser, dann machen wir mehr», so die Überzeugung des Visionärs. Wer das ernst nimmt, braucht Zeit und Geduld. Deshalb lautet der Slogan des Weinguts auch «mais devagar», «immer schön langsam». Dass das nicht bloss nette Worte sind, beweist José Roquette Tag für Tag: «Morgens fahre ich gerne mit dem Fahrrad um die Herdade und fühle mich eins mit allem um mich herum. Es ist ein Gefühl der Zugehörigkeit zu etwas viel Grösserem», sagt der 84-Jährige. Nur wer sich Zeit nimmt, kann eine echte Beziehung aufbauen zu seiner Umwelt und seinen Mitmenschen – davon ist man bei Esporão zutiefst überzeugt. Tatsächlich spürt man in diesem Grossbetrieb ein beispielloses Zugehörigkeitsgefühl seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle ziehen hier am gleichen Strick. Das Ziel: Die besten Weine zu machen. Die Motivation: Damit die Welt zu verändern. Dass es Esporão wirklich ernst ist, merkt man an Initiativen wie der «Slow Forward»-Bewegung. Damit will uns das Weingut dazu anregen, das «immer schneller, immer mehr» unserer Gegenwart zu hinterfragen. Die Menschen und die Natur sollten im Mittelpunkt unseres Tuns stehen. Das macht erwiesenermassen glücklicher, so eine von Esporão geförderte Studie der Uni Lissabon. Mit seiner fortschrittlichen Unternehmenskultur sowie seinem Engagement für Qualität und Nachhaltigkeit geht das Unternehmen gleich mit bestem Beispiel voran.

Die Etikette wird Jahr für Jahr neu gestaltet.

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Wein als Kunstwerk seiner Zeit

José Roquette gelingt es scheinbar spielerisch, unterschiedlichste Menschen zu vereinen. Vielleicht weil er jahrelang Präsident von Sporting Lissabon war? Oder weil er als Ältester von 11 Geschwistern aufgewachsen ist? Fest steht: Er hat einen besonderen Draht zu seinen Leuten. Auf Esporão herrscht ein Klima von Wertschätzung und Respekt. Diesen Rahmen braucht es, damit neue, auch unkonventionelle Ideen entstehen können: «Wir fördern Veränderung und Kreativität.» Das zeigt sich auch beim Wein: Jeder Jahrgang darf anders schmecken, hier wird nichts standardisiert. Wein sieht man auf Esporão nämlich als Zeuge seiner Zeit: Wie war das Wetter, die Stimmung der Leute, was geschah in diesem Jahr auf der Welt? Deshalb fand José Roquette, dass es passend wäre, die Etikette Jahr für Jahr neu gestalten zu lassen. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler werden jeweils eingeladen, die Reserva-Linie zu «porträtieren». In 35 Jahren ist auf diese Weise eine Sammlung von völlig unterschiedlichen Werken entstanden, die man im Original auf Esporão besichtigen kann. «Wenn man diese Bilderwand betrachtet, erhält man einen tiefen Einblick in die Weinkultur der Region Alentejo», sagt die Önologin Sandra Alves. Genau hinschauen, das Gesehene interpretieren und damit kreativ werden – in diesem Punkt unterscheidet sich die Arbeit der Önologin kaum von der eines Künstlers. Sandra Alves gelingt es mit diesem Reserva, die einzelnen Aromen präzis zur Geltung zu bringen und gleichzeitig zu einem harmonischen Ganzen zusammenzufügen. Vergleichbar mit der faszinierenden Collage, die der Lissabonner Künstler António Poppe für den 2017er kreiert hat. Und wir? Nehmen wir uns die Zeit, diesen Aromen nachzuspüren und die Bildwelt auf uns wirken lassen! Gut möglich, dass wir danach auch im Alltag öfters mal innehalten und genauer hinschauen.

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Ob für die Weihnachtsfeier mit deiner Familie, als Gast bei deinen Schwiegereltern oder einfach mit Freunden am Küchentisch, hier findest du den passenden Festtagswein.

Mit unserem Entscheidungsbaum in der digitalen Version des Flaschenpost-Magazins machen wir dir die Wahl sogar noch leichter!

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Der Besondere

Wein-Genuss hört beim Hauptgang auf?! Das wäre doch gelacht! Überrasche deine Liebsten mit diesem 10 Jahre alten Portwein als Begleiter zum Dessert oder zu Weihnachts-Guetzli. Schmeckt wunderbar nach Trockenfrüchten, Walnüssen, Zimt und Orangenschalen.

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Der Prickelnde

«Get the Party started!» – wenn das auch an den Festtagen dein Motto ist, liegst du mit diesem Sprudler genau richtig! Dem süffigen Prosecco kann man schwer widerstehen. Aber hey, es heisst ja: Lasst uns froh und munter sein…!

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Der Glanzvolle

O Tannenbaum, O du Fröhliche, O Primitivo! Dir sind Traditionen und Rituale wichtig, neben den üblichen Weihnachtsliedern hat auch der Primitivo seinen festen Platz bei deinen Feierlichkeiten. Der Wein muss hochwertig und zugänglich sein.

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Der Edle

Du magst es modern und stilvoll, Kitsch und Weihnachtslieder sind gar nicht dein Ding. Lieber glänzt du mit einem schönen Essen und bringst deine Liebsten mit einem fantastischen Rotwein zum Strahlen.

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Der Frische

Du pflegst deinen nachhaltigen Lebensstil selbstverständlich auch an Weihnachten. Mit einem vegetarischen Festmahl, befreit vom Überfluss und aufs Wesentliche reduziert wie die Bio-Weine von Christoph Edelbauer.

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Der Klassiker

Bei dir spielt sich das Fest vor allem am Tisch ab: Gutes Essen und gute Gespräche sind dir wichtiger als Geschenke. Bis spät in die Nacht wird erzählt, philosophiert und diskutiert. In Sachen Wein setzt du auf moderne Klassiker.

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«Endlich angekommen…»

Remelluri ist für Telmo Rodriguez ein Ort des Schicksals

Es war eine kleine Katastrophe für den 5-jährigen Telmo, dass sein Vater 1967 ein wunderschönes, uraltes Weingut in der Rioja kaufte. Die Familie Rodriguez zog daraufhin aus der baskischen Hafenstadt Irun aufs Land: «Es war ein Schock! Die ersten Sommer auf Remelluri verbrachten wir ohne Elektrizität.» Das einfache, abgeschiedene Leben auf dem historischen Landgut war für Telmo Rodriguez allerdings eine wichtige Lektion: Er entwickelte eine tiefe Demut vor der Tradition und der Natur. Rückblickend war es wohl genau diese Erfahrung, die den Grundstein für seine beispiellose Karriere bildete. Nach seinem Önologiestudium in Bordeaux machte sich Telmo Rodriguez ab 1994 als «driving winemaker» einen Namen: Er suchte in ganz Spanien nach vergessenen Weintraditionen, restaurierte historische Weinberge und entdeckte in Vergessenheit geratene Trauben-Sorten neu. Nicht selten hat er damit ganzen Regionen zu einem Aufschwung verholfen. 2010 kehrte der umtriebige Önologe zurück nach Remelluri. Die Zeit war reif, seine Vision von «authentischen Weinen mit der Seele ihres Herkunftsorts» auch auf dem Weingut seiner Familie zu verwirklichen. Ja, der Lindes de Remelluri transportiert tatsächlich die Magie dieses historischen Weinguts. Es ist ein Wein voller Spannung: jugendliche Frische neben herber Reife, viel Lebenslust gepaart mit grosser Ernsthaftigkeit, Überschwänglichkeit verbunden mit Ehrfurcht. Man merkt, dass sich hier für Telmo Rodriguez ein Kreis schliesst. Wir finden, man darf sogar von vollendeter Kunst sprechen.

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«Wo bei uns Gletscher liegen, entstehen in Argentinien Weine.»

Colomé überzeugt mit aussergewöhnlichem Hochgebirgs-Malbec

Bodega Colomé ist nicht nur das älteste Weingut von Argentinien, es hat auch die höchsten Reblagen der ganzen Welt. Der Malbec El Arenal Lote Especial stammt von Trauben, die auf 2600 Metern über Meer wachsen. Auf dieser Höhe gibt es bei uns Gletscher, die meisten befahrbaren Alpenpässe sind weniger hoch. Selbst für Argentinien ist eine solche Höhe aussergewöhnlich – und mit einigen Abenteuern verbunden. Die Bodega Colomé liegt mitten in der unberührten Bergwelt der Anden. Viereinhalb Stunden muss man fahren, um die 220 Kilometer bis zur nächsten grossen Stadt zurückzulegen. Die Schotterstrasse führt über enge Bergpässe, wird mehrmals von Flüssen unterbrochen, windet sich an imposanten Felswänden vorbei, durchquert Wüstenlandschaften und Kakteenhaine. Man muss schon sehr überzeugt sein von der Qualität dieser Reblagen, um hier Wein anzubauen! Und das ist der Schweizer Unternehmer Donald Hess aus gutem Grund: Ganze 350 Sonnentage im Jahr gibt es in Colomé. Die Sonnenstrahlung ist auf dieser Höhe zudem extrem stark, sodass die Rebe den Sämling durch eine besonders dicke und dunkle Beerenhaut schützt. Der Wein wird deshalb tiefdunkel und konzentriert. In dem Gebiet ist es ausserdem sehr trocken, weshalb die Trauben von Pilzerkrankungen verschont bleiben und keine Chemie gespritzt werden muss. Colomé ist also tatsächlich der perfekte Ort für Weinbau. Um sich selbst davon zu überzeugen, müssenSie keine abenteuerliche Reise auf sich nehmen… eine Flasche El Arenal Lote Especialzu entkorken reicht völlig aus!

beschränkte Verfügbarkeit – bereits ausverkauft

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